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GAS | POLICY

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Österreichs Erneuerbaren-Projekte warten auf Wien – Verband

(Montel) Österreichs Bundesregierung muss zügig zwei Umsetzungsverordnungen vorlegen, um einen Stillstand bei Erneuerbaren-Projekten aufzuheben, forderte der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) am Montag.

„Solange diese Verordnungen fehlen, können keine Investitionszuschüsse beantragt werden und keine Ausschreibungen zur Vergabe von Marktprämien oder überhaupt Anträge für Marktprämien erfolgen“, sagte EEÖ-Geschäftsführerin Martina Prechtel-Grundnig laut der Mitteilung.

„Wichtige Vorhaben für eine nachhaltige Energieerzeugung werden somit auf die lange Bank geschoben. Und damit ist das erste Quartal des Jahres für den Ausbau bereits verloren“, fügte sie hinzu.

Betroffen davon seien größere PV-Projekte, kleine und mittlere Wasserkraftwerke, Windkraftprojekte sowie Biomasse-KWK-Anlagen, so die Mitteilung.

„Wir stehen aktuell bei rund 5 Prozent des geplanten Ausbaus bis 2030. Regierung und Länder müssen dringend aufs Gas steigen“, ergänzte Paul Aiblinger, Geschäftsführer des Verbands Kleinwasserkraft Österreichs.

Österreich will seine Erneuerbaren-Erzeugung bis 2030 um 27 TWh erhöhen, um damit rechnerisch den Strombedarf des Landes aus Erneuerbaren decken zu können. Das Ziel wurde 2021 beschlossen.

Der Verband monierte zudem, dass auch das Erneuerbare-Gase-Gesetz noch immer fehle, obwohl die Bundesregierung dieses bereits vor einem Jahr in die Begutachtung geschickt habe. Mit diesem soll eigentlich die österreichische Biogasproduktion bis 2030 auf 7,5 TWh mehr als verfünfzigfacht werden und damit zur Abhängigkeit des Landes von russischem Gas beitragen.