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LNG: EU-Importe nähern sich 6,5-Monatshoch

(Montel) Die LNG-Importe nach Europa und in die Türkei sind in der vergangenen Woche um mehr als 17% zur Vorwoche gestiegen und haben damit den höchsten Stand seit mehr als sechs Monaten erreicht, zeigten Kpler-Daten am Montag.

Die Lieferungen in der vergangenen Woche lagen bei insgesamt 3,6 Mrd. Kubikmetern, womit die Anlieferungen im November auf 14,5 Mrd. Kubikmeter stiegen, den höchsten Stand seit Mai.

Gegenüber dem Vorjahresmonat gingen die LNG-Ankünfte jedoch um 8% zurück.

In dieser Woche werden die LNG-Lieferungen voraussichtlich weiter auf 3,7 Mrd. Kubikmeter ansteigen. Jedoch könnten sich Mengen, Zeitpunkt und endgültige Bestimmungsorte den Angaben zufolge noch ändern.

Neben den hohen LNG-Ankünften hat Europa auch weiterhin hohe Gasspeicherbestände und die Flüsse aus Norwegen bleiben ebenfalls hoch.

Die Pipeline-Flüsse aus Norwegen lagen zuletzt bei fast 355 Mio. Kubikmetern/Tag, während die Speicher zuletzt zu 94% gefüllt waren.

Die LNG-Speicher waren laut Gas Infrastructure Europe im Vergleich zur Vorwoche zuletzt unverändert zu 66% gefüllt. Unterdessen ist die Zahl der Schiffe, die seit mindestens fünf Tagen vor den europäischen Küsten warten, von vier in der Vorwoche auf eins gesunken.

Der jüngste Kälteeinbruch in den nördlichen Teilen Europas hat die Nachfrage nach Gas zum Heizen angekurbelt, obwohl die jüngsten Prognosen mildere Bedingungen im Dezember erwarten lassen.

„Trotz der jüngsten eisigen Temperaturen wird erwartet, dass der Dezember wärmer als normal sein wird, was die Heizungsnachfrage mildert“, so die Analysten der ANZ Bank.

Schwächelnde Preise
In der vergangenen Woche folgten die europäischen LNG-Preise den TTF-Preisen und erreichten am Mittwoch mit 12,27 USD/MMBtu ein Sieben-Wochentief. Davon erholten sich die Preise wieder etwas und beendeten die Woche bei 13,05 USD/MMbtu. 

Auch die asiatischen Preise gaben in der vergangenen Woche nach, was auf hohe Lagerbestände und relativ mildes Wetter in den nördlichen Teilen der Region zurückzuführen war.

Obwohl die Arbitrage zwischen JKM (Japan-Korea-Marker) und TTF für den Rest des Winters zugunsten Asiens ausfällt, dürfte Europa laut der Einschätzung von Analysten weiterhin LNG erhalten.