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Brüssel will 90% CO2-Minderung bis 2040

(Montel) Die EU-Kommission will bis 2040 eine CO2-Minderung um 90% gegenüber 1990 als Ziel einführen, um die EU auf den Zielpfad zur Klimaneutralität 2050 zu bringen.

„In den 2030er Jahren dürften wir große Fortschritte bei der Abkehr von fossilen Brennstoffen und einen steigenden Anteil erneuerbarer Energien an unserem Energiemix verzeichnen. Wir senden ein klares Signal an die Investoren, dass Europa seinen Kurs beibehält und ihnen langfristige Verlässlichkeit und Stabilität bietet“, sagte EU-Energiekommissarin Kadri Simson laut einer Mitteilung am Dienstag.

Um dieses Ziel zu erreichen, nannte die Brüsseler Behörde CO2-Bepreisung, den Kohleausstieg und ein dekarbonisiertes Stromsystem sowie den Einsatz von CO2-Speichertechnologien als Schlüsselelemente.

Die Minderung um 90% netto soll sich demnach durch das tatsächliche Vermeiden von CO2-Emissionen sowie durch Technologien wie CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS) ergeben.

Die EU werde „alle emissionsfreien und Niedrigemissions-Lösungen nutzen, um das Energiesystem bis 2040 zu dekarbonisieren“, so die Kommission.

Dies schließe Erneuerbare, Kernkraft, Energieeffizienz, Speicher, CO2-Nutzung und -Abscheidung und CO2-Entnahme sowie alle anderen Netto-Null-Technologien mit ein.

Die nötigen Investitionen für die Emissionsziele sollten im Durchschnitt zwischen 2031 und 2050 bei jährlich 660 Mrd. EUR liegen, hieß es.

Nächste Schritte
Die nächste EU-Kommission, die sich nach den Europawahlen im Juni bilden wird, wird dafür verantwortlich sein, aus dem Zielvorschlag für 2040 einen richtigen Gesetzesentwurf zu erarbeiten.

Diesem müssen dann die EU-Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament zustimmen.